Das europäische Neuseeland? Ein Kurztrip an die Westküste von Irland

Ihr Lieben,

ich habe ja einiges erwartet von dem schönen Irland, aber DAS was MICH da erwartet hat, war nochmal eine ganz andere Nummer. Aber starten wir doch mal von vorne.

Günstig nach Irland

So spontan wie ich diesen Flug gebucht habe, habe ich das  bisher glaub ich noch nie gemacht. Ein bisschen im Internet gesurft, ach guck, die Flüge an die irische Westküste sind ja zurzeit ziemlich günstig. Potentielle Reisebegleitung angerufen. Gebucht. Wenn die Reiseplanung doch immer so einfach und schnell laufen würde. Ich wäre gar nicht mehr aufzuhalten. Ups, ja stimmt, bin ich ja sowieso nicht.

Allerdings war bis zum Abflug noch eine Zeit hin. Und zunächst hatte ich so meine Bedenken mit Ryanair zu fliegen. Nicht weil ich schon mal eine schlechte Erfahrung hatte, sondern eher weil die Airline und vordergründig ihr Chef während meines Studiums (Tourism-Management) des Öfteren die Seite des Negativbeispiels präsentierte. Aber was soll ich sagen? Die Preise sind unschlagbar und man soll sich ja selber ein Bild von der ganzen Sache machen, bevor man urteilt.

Los ging der viertägige Kurztrip dann von Memmingen nach Shannon, an die Westküste.

Ein genialer Start in 4 Tage Irland

Von dort aus machten wir uns gleich auf den Weg nach Doolin – circa eine Stunde entfernt. Unser gebuchtes B&B war leider ein bisschen versteckt, weshalb wir den halben Ort nach einer Wegbeschreibung gefragt haben bis uns einer weiterhelfen konnte. Wenn man viel reist, dann erlebt man ja so einiges, aber die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Iren bekommt von mir ein extrem großes Lob. Meine Freundin hat auf ihr „Excuse me, do you mind helping us, we´re a bit lost“, von einem netten Herrn ein zuckersüßes „No, Darling, you´re not lost, you just don´t find the right way” zurückbekommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Unterkunft gefunden, eine saugute Nacht dort verbracht und am Morgen noch ein super nettes Gespräch mit den Besitzern gehabt.

Tipp:     Leute, falls ihr nach Doolin kommt die Cahermaclancy Lodge is the place to be! Ich will da unbedingt nochmal hin!IrlandHier auch mein Bericht dazu bei TripAdvisor.

 Irland

Gus O´Connor´s Pub

 

Cliffs of Moher – Der Wind, der Wind

Das erste Highlight unserer Reise wartet bereits auf uns: die Cliffs of Moher! Atemberaubend. Ich weiß gar nicht was ich mehr dazu sagen soll, also zeig ich euch lieber ein paar Fotos. Die Cliffs, das Meer und die ganze Umgebung haben so etwas Beruhigendes. Man könnte dort sicher einen ganzen Tag verbringen. An sich ist der Coastal Walk um die 18 km lang, das heißt man kann auch gleich seine tägliche Sporteinheit absolvieren.

Tipp:     Wer zum einen ein wenig Geld sparen und vor allem auch mehr Ruhe bei den Cliffs möchte, sollte den offiziellen Besucherparkplatz meiden (6 Euro pro Person). Ein Stückchen (puhhh, ich schätze mal 1 km) davon entfernt ist nochmals ein Parkplatz angeschrieben. Allerdings muss man bis man dorthin gelangt einer einspurigen (aber natürlich keine Einbahnstraße ;)) Kiesstraße folgen. Nicht aufgeben und umdrehen, dranbleiben, am Ende erwartet euch ein Parkplatz für zwei Euro pro Auto (!). Dieser wird von einer irischen Familie geführt. Verpassen tut ihr hier gar nichts, ihr seht euch die Cliffs einfach nur von der anderen Seite an – oder wandert ohnehin bis zum Besucherzentrum vor.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

 

Weiter geht’s nach Galway. Dazu kann ich gar nichts sagen. Habe von vielen Seiten gehört, dass es eine sehr schöne kleine Stadt sein soll. Bis wir uns allerdings durch die engen Gassen und dem hohen Verkehrsaufkommen zu unserer Unterkunft durchgeforstet hatten, blieb nicht mehr viel Zeit noch was anzugucken. Das was ich gesehen hab, war schön, aber wirklich was berichten kann ich nicht.

 

Der Killarney Nationalpark

Dafür gibt es zum darauffolgenden Tag einiges zu sagen. Wir sind runter bis nach Killarney gedüst und dort gleich zum Nationalpark. Hier gibt es einiges zu besichtigen und zu tun. Nachdem wir am Muckross Haus vorbei durch die Gärten zum Torc Wasserfall gewandert sind (rund 30 min. einfacher Weg), sind wir zurück ins Auto gesprungen und hoch zum Ausblick Ladies View. Hier gilt wieder mal Bilder sagen mehr als tausend Worte. Einfach atemberaubend.

Tipp:     Wenn ihr im Killarney Nationalpark seit solltet ihr auf unbedingt auch einen Halt bei der Muckross Abbey, einer Klosterruine, und dem Ross Castle machen. Und traut euch bei der Abbey ruhig rein, man kann fast bis hoch gehen und drinnen findet man einen alten Baum mit äußerst schönem Stamm.

Killarney selbst ist ein süßes Städtchen, aber man braucht meiner Meinung nicht allzu viel Zeit dafür einplanen, wenn man nur auf einem Kurztrip unterwegs ist.

Muckross Castle, Irland

CIMG7786  Killarney Nationalpark  CIMG7830

 

Das nächste Highlight in Irland: Der Ring of Kerry

Unser letzter ganzer Tag in Irland sollte uns nochmal den Atem rauben. Vom Ring of Kerry liest man oft viel und er bleibt dem Versprechen gerecht. Super Landschaften, Ausblicke und überraschend attraktive Strände.

Tipp:        Definitiv auf Valentia Island rüberfahren und den Ausblick auf die Skelling Inseln genießen.  Einen weiteren Abstecher solltet ihr in Caherdaniel machen. Genau hinter dem Blind Piper führt eine Straße zu einem traumhaft schönen Strand, welchen man sicherlich nicht in Irland vermutet. Bali Feeling in Irland (naja ok, vielleicht ein paar Grad kälter ;))

Ring of Kerry, Irland

        

Ring of Kerry, IrlandRing of Kerry, Irland

Irland – des europäische Neuseeland?

Zum Schluss sollte ich vielleicht doch auch mal darauf zurückkommen, warum ich diesen Bericht eigentlich „Das europäische Neuseeland“ genannt habe. Ich war nun schon zweimal bei den Kiwis zu Besuch (das erste Mal einen und dann nochmal für fast sechs Monate) und ich habe letztendlich auf dieser Reise im Westen von Irland rund eine Milliarde Mal „Oh Gott, ich fühl mich wie in Neuseeland“ rausgelassen. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass ich meinen Reisebegleitern schon dementsprechend auf die Nerven gegangen bin damit. Aber es entspricht halt der Wahrheit und die Wahrheit darf man sagen, sagt die Mama immer.  Natürlich ist Neuseeland noch vielseitiger auf die beiden Inseln verteilt.

Also für alle die nicht gern lange fliegen, ein kleines Budget und nicht so viel Zeit haben, aber trotz dem einen kleinen Hauch von Neuseeland spüren wollen, die Westküste von Irland ist eine gute Alternative.

Ein kurzes Video mit tollen Impressionen über diesen Kurztrip findet ihr in der Photo & Video Box und auf meinem YouTube-Kanal

Viel Spaß auf der Insel, eure Ella

,Doolin, IrlandIrland

2 Comments

  • the travelogue (by Anna & Vanessa) Montag, der 8. August 2016 at 15:41

    Danke für deinen tollen Bericht. Wir sind auch noch auf der Suche nach ein bisschen Irland-Inspiration, weil wir -so wie du- auch überlegen spontan dorthin zu fahren! Muss ein wahnsinnig tolles Erlebnis sein!
    Liebe Grüße, Anna & Vanessa

    Reply
    • Ella Donnerstag, der 11. August 2016 at 20:08

      Hallo Anna und Vanessa,
      danke für euren lieben Kommentar <3 Total empfehlenswert, die Leute sind wahnsinnig nett und die Landschaft ist ein Traum 🙂 Liebe Grüße!

      Reply

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