Spontan nach…Italien – Teil 2: Unter der Sonne der Toskana – Siena & Florenz

 

Heute starte  ich mal mit einer Frage:

Wer von euch liebt den Film “Unter der Sonne der Toskana” genauso wie ich? 🙂

Wie bereits in meinen Bericht über meine super schönen Tage in Rom erwähnt, war ich bereits mal für einen halben Tag in Florenz. Das ist allerdings schon einige Jahre her und meine Gehirnzellen sind auch nicht mehr die jüngsten, also dachte ich mir, da mach ich doch gleich nochmal Halt.

 

Siena – klein, aber oho

Zuvor ging es allerdings noch für eine Nacht ins zauberhafte Siena. Nach Rom, welches mich absolut positiv überrascht hat, aber natürlich auch mit hektischem Großstadtflair erscheint, ist Siena Erholung pur. Im eigentlichen Zentrum ist nur beschränkt Verkehr erlaubt, d.h. es fühlt sich an als ob es eine einzig große Fußgängerzone ist. Die kleinen Gassen und Winkel sind so entzückend und richtig romantisch. Wie aus dem Film. An der Piazza del Campo relaxen die Leute auf dem Boden sitzend und schauen dem Treiben umher zu. Nur nachts steppte der Bär. Nichtsahnend befand ich mich bereits in meinem Zimmer als kurz vor Mitternacht Trommeln und laute Gesänge zu hören waren, fast als würde gerade eine Herde von Menschen vorbeiziehen. Ich war natürlich ziemlich neugierig, aber da ich nur ein Dachfenster hatte, konnte ich nicht nach draußen sehen und ehrlicherweise war ich um diese Uhrzeit zu faul mich nochmal in öffentlichkeitstaugliche Kleidung zu schmeißen. Am nächsten Morgen kam ich dann mit dem Amerikaner Steve ins Gespräch, welcher in Siena ist um italienisch zu lernen. Dieser erklärte mir dass dieses kleine Konzert jede (!) Nacht stattfindet.

In Siena findet jedes Jahr immer am 2. Juli und am 16. August ein Pferderennen, das Palio, statt, welches das Highlight darstellt. Hier treten zehn der 17 verschiedenen Stadtteile gegeneinander an, wobei die sieben die in einem Jahr nicht drankommen, definitiv im nächsten Jahr starten dürfen. Das Rennen wird rund um die Piazza del Campo ausgetragen. Die Contrada (der Stadtteil), welche dieses Jahr das Juli-Rennen gewonnen hat, war wohl schon seit 27 Jahren nicht mehr erfolgreich, dementsprechend ist die Begeisterung groß. Und die Italiener wissen anscheinend wie man feiert – und das jeden Abend und jede Nacht. Respekt!

Meine Unterkunft in Siena das B&B I Terzi Di Siena kann ich auch einfach nur weiter empfehlen. Sehr sauber und geräumig, der Ausblick vom gemeinsamen Balkon ist unschlagbar und man ist innerhalb von einer Minute an der Piazza del Campo.

Siena

Siena

Siena

Siena

Siena

 

Charmantes Florenz

Mit dem Zug habe ich mich am nächsten Tag nach Florenz aufgemacht. Mein erster Gedanke nach Ankunft: Es ist heiß. Es ist so heiß. Irgendwie habe ich es dann auch tatsächlich geschafft mir innerhalb der zehn Minuten Fußweg zu meiner Unterkunft einen Sonnenbrand zu holen. Ist das denn eigentlich möglich? Anscheinend. Bin zwar nachmittags noch ein bisschen in der Gegend rumgelaufen, planlos wie immer, aber die richtige Erkundungstour habe ich mir für den darauffolgenden Tag aufgehoben.

Mein erstes Ziel sollte morgens gleich mal die Piazzale Michelangelo sein. Hier erinnerte ich mich noch gut an Treppen, haufenweise Treppen von meinem ersten Mal in Florenz. Dass es jedoch so ein steiler Weg werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Dazu kommt noch dass es heiß war. Es war so heiß. Oder ich war wohl eher von dem nicht so prickelnden Wetter in Deutschland diese Wärme nicht mehr gewohnt ;). Oben angekommen musste ich  erstmal eine ordentliche Pause einlegen, bevor ich auch nur wagen konnte ein Foto mit mir drin zu machen oder eher machen zu lassen. Ich bin nämlich nicht so der Selfie-Held.

Tja, was soll ich sagen? Natürlich habe ich festgestellt, dass es eine deutlich einfachere Strecke nach oben gegeben hätte. Durch meine „planlos“-Theorie bzw. Praxis habe ich noch gleich eine Sporteinheit dazubekommen, auch nicht schlecht, oder? Aber jetzt mal zum eigentlichen Highlight an dem Piazzale Michelangiolo: die vielen asiatischen Touristen und ihr Fotoshooting. Sie sind und bleiben die Kings und Queens des Posings – ich ziehe meinen (nicht vorhandenen) Hut! Scherz bei Seite, der Ausblick von dort oben über ganz Florenz ist einfach unbeschreiblich.

Ohne nachzudenken, ist dies eindeutig mein Lieblingsplatz in der ganzen Stadt!

Zurück nach unten habe ich dann doch den leichteren Weg bevorzugt und bin anschließend über die berühmte Brücke Ponte Vecchio spaziert. Ganz ehrlich: Sieht ganz schön aus ja, aber so richtig vom Hocker hat es mich dort nicht gehaut. Da finde ich die anderen Sehenswürdigkeiten und Bauwerke in Florenz weitaus beeindruckender. Allgemein ist ziemlich viel los in Florenz und es gibt kaum eine Ecke wo man keine Touristen findet, da war es in Siena weitaus entspannter und angenehmer. Aber beschweren will ich mich durchaus nicht. Zu den am sehenswürdigsten Plätzen gehören mit Sicherheit auch der Palazzo Vecchio und die Piazza della Signoria (mit der Riesenschildkröte ;)).

Das auffälligste Gebäude der ganzen Stadt ist und bleibt die Kathedrale Santa Maria del Fiore am Piazza Duomo und die vielen Gassen die dorthin führen haben auch alles geboten, was man so braucht. Von kleinen Supermärkten, über Kleidungsgeschäfte, bis hin zum Ristorante.

Zum Schluss nochmal als Hinweis für euch alle: Um hoch zur Piazzale Michelangiolo zu kommen, folgt ihr nach Überquerung des Flusses am besten direkt der Straße die genau diesem entlang geht. Von hier aus kommt ihr mit ein paar Treppen direkt hoch zum Aussichtspunkt! Lernt aus meinen Fehlern 😉

Florenz


Florenz

Florenz Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

 

Unterwegs in Italien

Es war außerdem äußerst einfach ohne Mietwagen zu reisen. Die Städte sind gut miteinander verbunden und es ist auch günstig hier zu reisen. Für den Flixbus von Rom nach Siena habe ich um die neun Euro bezahlt, der Zug von Siena nach Florenz hat auch um den Dreh gekostet. Also alles halb so wild und auch praktisch. Sowohl in Bus, wie auch Zug gibt es Steckdosen um etwa Akkus zu laden und im Flixbus natürlich auch Wifi. Die Strecke von Florenz über Mailand nach Zürich dauert insgesamt rund neun Stunden (mit Pausen) und ich komme  mit dem Flixbus auf rund 24 Euro, also günstiger geht’s nicht.

Ich hatte eine tolle Zeit in Italien. Rom hat mich ordentlich begeistert, Siena war super romantisch und perfekt geeignet um vom hektischen Großstadtleben zu pausieren, bevor es in Florenz wieder lebhafter wurde!

Jetzt freu ich mich aber erstmal hier in der Schweiz zu sein und ganz viel Natur um mich zu haben – ich bin halt doch ein Dorfkind 🙂

Natürlich melde ich mich bald wieder mit dem neuesten Schabernack meinerseits…

Eure Ella

No Comments

Leave a Comment

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen