Meine skurrilsten Flugerlebnisse

Kennst du das?

Diese Momente, in denen du das Gefühl hast im falschen Film zu sein?

 

Heute möchte ich mit dir über ein paar dieser Augenblicke reden, in denen ich teilweise dachte ich werde gerade auf den Arm genommen – während ich entweder schon im Flugzeug saß oder noch drauf wartete.

Vielleicht hast du ja auch ein paar Erfahrungen, die du teilen möchtest? Immer her damit! Für alle Blogger rufe ich die Blogparade zum Thema „Skurrile Flugerlebnisse“ aus, und für alle anderen: ab in die Kommentare mit eurer Story! 🙂

 

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Here we go:

1. Meine Damen und Herren, welcome to the Beauty Salon

Fangen wir mal langsam. Ich kann mich leider gar nicht mehr erinnern mit welcher Airline ich flog und ja, wohin denn überhaupt. An was ich mich erinnern kann, dass die nette Dame schräg hinter mir, das Flugzeug mit dem Nagelstudio verwechselt hat. Gott sei Dank, gab es keine Turbulenzen! Man stelle sich das vor, wie hätte die Frau denn sonst ihre Nägel lackieren können? Die Stewardess fand es wohl genauso amüsant, musste aber doch ihren Pflichten untergehen und den Spaß untersagen. Tja, da fehlten wohl noch drei Fingernägel 😉

 

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2. No, sir, I don´t have any drugs with me

Definitiv eine meiner Lieblingsgeschichten. Es fing schon gut an, als ich zum Flughafen in Quito, Ecuador, kam und feststellen musste, dass man Flug um einige Stunden verschoben wurde. Adios Anschlussflug in Madrid, Hola zusätzlicher Zwischenstopp in Guayaquil! Zurück in die Stadt wollte ich nun auch nicht mehr, also blieb ich am Flughafen. Die Zeit verging relativ zügig, und das Boarding nahte. Plötzlich höre ich wie mein Name unter vielen anderen ausgerufen wird. Leider war und ist mein Spanisch nicht so gut, dass ich von dieser Durchsage viel mehr verstand. Meine Nerven waren schon ziemlich angekratzt, also stürme ich auf die (arme) Stewardess zu und flehe sie förmlich an (naja, flehen mag vielleicht ein wenig übertrieben sein), mir doch nochmal auf Englisch zu erklären, was los sei. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war eine von fünf Auserkorenen, deren Koffer untersucht werden soll. Wäre ja an sich nicht das erste und letzte Mal gewesen, aber in Quito hatte ich die Ehre bei der Inspektion dabei sein zu dürfen oder eher müssen. Ein Sicherheitsbeamter bringt uns nach draußen – quasi aufs Rollfeld – wo alle Koffer ausgebreitet da liegen und von den Spürhunden bearbeitet werden. Mein Exemplar stand dagegen schon weit offen auf einem Tisch vor zwei Beamten. Los ging der Spaß, bei dem fremde Männer durch deine Kleidung und Souvenirs etc. wühlen! Da ich ein braves Mädchen bin, ging die Suche nach was auch immer leider erfolglos für die Beiden zu Ende. Und ich wurde durch unzählbare Sicherheitstüren wieder entlassen. Und durfte endlich heimfliegen.

 

3. Hawaii, die 1. – Du kommst hier nicht weg!

Meine erste USA-Reise, die mich 2011 auch nach Hawaii brachte. Super schöne Reise, die zum Schluss noch einen kleinen Dämpfer bekam. Wir saßen bereits im Flugzeug, bereit zum Starten, aber das sollte noch dauern, wie sich herausstellte. Leider gab es ein mechanisches Problem an der Maschine, weshalb sich der Abflug etwas verzögern würde. Nach einer Stunde wurde uns dann mitgeteilt, dass nun ein Ersatzteil aus Oahu (eine Nachbarinsel) eingeflogen werden müsste. Da dies aber nicht lange dauern würde, konnten wir im Flugzeug sitzen bleiben. Was soll ich sagen? Aus einer wurden vier (!) Stunden! Wir saßen ganze vier Stunden in der Maschine, bis es 12 Uhr Mitternacht war und man uns sagte, dass das heute nichts mehr werden würde. Es gab noch einen kleinen Hinweis, dass der Flug eventuell am nächsten Tag (bzw. am gleichen Tag mittlerweile) mittags. Nachdem wir auch noch die letzten waren, die ein Hotel zugewiesen und ein Shuttle dorthin bekamen, war es mittlerweile nach vier Uhr morgens. Nach zwei weiteren Stunden am Telefon um das Flugproblem zu lösen, waren wir genauso ahnungslos wie davor! Man sagte uns, wir sollen einfach versuchen mittags an den Flughafen zu fahren um mehr zu erfahren. Leute: mittags ging kein Flugzeug für uns! Wir verbrachten noch eine weitere Nacht in Hawaii bis wir heimfliegen konnten. Zwei Nächte länger in Hawaii? Ich weiß, wer will sich beschweren, aber leider konnten wir alles nicht mehr so genießen, wie wir es tun hätten sollen! Die Tatsache, dass wir aber echt vier Stunden still im stehenden Flugzeug saßen, bringt mich heute noch zum Lachen!

 

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4. Hawaii, die 2. – Sträflingsstyle meets Waffenalarm

Oh ja, noch eine Runde Hawaii! Aber die Geschichte wird kurz und knapp! Zweite Reise in Hawaii, zwei mulmige Momente! Der erste seltsame Augenblick war, als wir am Check-In standen und an uns zwei Polizisten mit einem Sträfling vorbeigingen. Wie im Bilderbuch! Mit Fesseln am Fuß und an den Händen, typischer Style auch! Wir haben echt gebetet, dass der nicht in dieselbe Richtung fliegt – die Gebete wurden erhört! Bei einem weiteren Flug zwischen den Inseln, kam dann der nächste Brüller. Neben uns am Check-In packt einer seinen Koffer auf die Fläche und öffnet ihn und was sieht man da? Eine (für mich) extrem riesige Waffe! Ja, es wurde wieder gebetet 😉

 

5. Zwei Fremde, eine Wellenlänge

Jetzt zum Schluss, noch eine Geschichte, die zwar auch sehr skurril ist, aber für mich auch immer noch einzigartig toll! Während einer Busfahrt von Seattle nach Kanada saß schräg vor mir ein Mann. Nach einem Stopp setzte sich eine Frau neben ihm. Und da passierte die Magie, die beiden haben sich sofort gut verstanden und ich lauschte den Beiden die weitere Fahrt zu. Ich fand es einfach so schön, dass zwei fremde Menschen einfach auf Anhieb pausenlos miteinander reden und lachen können. Da ahnte ich noch nicht, dass mir wenige Tage später etwas Ähnliches passieren würde. Es war auf dem Flug von Vancouver nach München. Links neben mir saß ein alter kranker Mann (ich glaube es war ein Franzose), rechts neben mir ein junger gesunder Mann (ich weiß es war ein Deutscher) ;). Die nächsten neun Stunden erlebte ich etwas, was ich zuvor über eine derartige Zeitspanne noch nie erlebt hatte: Ich lachte und diskutierte neun ganze Stunden mit meinem Sitznachbar. Es war so erfrischend jemanden zu treffen, mit dem man sich ganz ungeniert einfach über alles unterhalten kann. Weglaufen konnte man ja sowieso schlecht, wollten wir auch nicht! Definitiv eine meiner schönsten Flüge!

 

Schau doch auch bei auch bei den folgenden Blogs vorbei um spannende Fluggeschichten zu lesen:

  • Christine von Die bunte Christine erzählt über ihre Flugerfahrung (Fluglust und Flugfrust)
  • Ein Vielfliegerhund gibt uns bei Steffi auf SY Yemanja einen Einblick in seinen Flugalltag 
  • Urs erzählt auf seinem Philippinen-Blog nicht nur seine Erlebnisse, sondern gibt auch noch Tipps für deine eigenen Flüge (wusstest du, dass manche Airlines Gewinnspiele an Board veranstalten?! :)) 
  • Renate teilt mit uns auf ihrem Blog „Raus ins Leben“ eine echt nervenaufregende Geschichte. Was für ein Horrorerlebnis sie beim Flug nach Indonesien hatte, könnt ihr hier nachlesen.

 

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13 Comments

  • Christine Samstag, der 7. Januar 2017 at 11:14

    Hallo Ella,

    vielen Dank für diese schöne Themenidee. Vielleicht ist nicht alles skurril, was ich erlebt habe, dennoch habe ich deinen Text als Inspiration genutzt, um über meine prägendsten Flugerlebnisse zu schreiben. http://die-bunte-christine.de/2017/01/07/fluglust-und-flugfrust-diese-6-erlebnisse-im-flugzeug-haben-mich-gepraegt/

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Christine

    Reply
    • Ella Sonntag, der 8. Januar 2017 at 11:54

      Hallo liebe Christine, super Stories, danke dir für die Teilnahme an der Blogparade 🙂 Freue mich sehr! Und: Wie gern würde ich bitte auch mal gern beim Piloten vorbeischaun? Liebe Grüße an dich, Ella

      Reply
  • Steffi Samstag, der 7. Januar 2017 at 20:52

    Hallo Ella,
    ist zwar ein älterer Post mit dem ich teilnehme, aber skurril war es allemal: https://www.sy-yemanja.de/2016/08/18/ein-vielfliegerhund-erzaehlt/
    Liebe Grüße
    Steffi

    Reply
    • Ella Sonntag, der 8. Januar 2017 at 11:59

      Hallo Steffi, extrem schöne und super erzählte Geschichte! Ich liebe es, wie der Vielfliegerhund über sein Leben erzählt! 🙂 Liebe Grüße an dich und danke für die Teilnahme an der Blogparade!

      Reply
  • Urs Sonntag, der 8. Januar 2017 at 10:37

    Hi Ella
    Ist ne super Idee deine Blogparade. Ist schon ne Weile her aber. Wäre das ok, wenn ich trotzdem was Schreibe zum Thema und hierher verlinke?
    Mich findest du auf http://www.philippinen-blog.ch
    Von daher gibt es schon einiges zu unseren Flugerlebnissen zu erzählen.
    LG, Urs

    Reply
    • Ella Sonntag, der 8. Januar 2017 at 11:52

      Hallo Urs, natürlich, jederzeit gerne 🙂 Ich freue mich auf spannende Geschichten von dir! Liebe Grüße, Ella

      Reply
  • Fliegen, wenn das Flugzeug die Landebahn nicht trifft! - Sonntag, der 5. Februar 2017 at 13:41

    […] Beitrag gehört zu der Blogparade „Skurrile Flugerlebnisse“ von Ella, die den Reiseblog Ella Happylicious führt. Dort findest du noch weitere spannende […]

    Reply
  • Renate Sonntag, der 5. Februar 2017 at 13:50

    Hallo Ella,

    tolles Thema! Ich habe lange überlegt, ob ich auch über schlimme Erlebnisse schreiben soll. Mein Beitrag ist heute online gegangen http://rausinsleben.de/fliegen-landung/

    Liebe Grüße
    Renate

    Reply
  • Renate Mittwoch, der 8. Februar 2017 at 21:28

    Hallo Ella,

    tolles Thema. Meinen Beitrag findest du unter http://rausinsleben.de/fliegen-landung/
    Ich habe lange gezögert, ob man das schreiben kann und die Reisenden nicht erschreckt.

    Liebe Grüße
    Renate

    Reply
    • Ella Sonntag, der 19. März 2017 at 13:04

      Hallo liebe Renate, bitte entschuldige die späte Rückmeldung! Mir ist das ehrlich extrem peinlich! Interesse habe ich 10000%, leider hatte ich so viel um die Ohren, dass ich auf deinen ersten Kommentar nicht direkt reagiert habe und dann? Natürlich vergessen 🙁 Bei Ella Happylicious ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden, weil ich mich komplett auf meine Selbstständigkeit konzentriert habe, weshalb ich nicht so oft reingesehen habe. Nun, ist die Verlinkung zu dir jedoch endlich drin 🙂

      Deine Geschichte ruft echt Gänsehaut hervor, Renate! Alleine die Vorstellung macht mir schon Angst, aber ich finde es super, dass du nicht aufgegeben hast und trotzdem weiterhin fliegst!

      Reply
  • Renate Sonntag, der 19. März 2017 at 13:30

    Liebe Ella,
    kein Problem. Den Zeitstress kenne ich in den letzten Monaten nur zu gut. Wollte nur einmal nachhören! 🙂

    Wenn das unser erster Flug gewesen wäre, wäre ich vielleicht nie mehr geflogen. Ging aber auch so nicht. Wir mussten ja weiter.
    Liebe Grüße
    Renate

    Reply

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