Oslo – Nackte Tatsachen und eine saftige Strafe

Für diesen dreiwöchigen Trip, der uns von Bayern über Rostock, Kopenhagen (finde hier meinen Bericht dazu) und Göteborg zunächst nach Oslo brachte, hatte ich irgendwie grundsätzlich die Einstellung, dankbar für kleine Missgeschicke zu sein, in der Hoffnung, dass uns größere (Oh Gott, bitte keine Autopanne!!!) erspart bleiben….

Tja, und Oslo – unser Ausgangspunkt für die Erkundung vom Süden Norwegens´ – hat uns gleich mal ordentlich begrüßt.

Nachdem wir Richtung Flughafen aufgrund von Stau gleichmal ordentlich Zeit verloren haben und unsere Freundin dort schon auf uns warten musste, machten wir uns auf den Weg in die Stadt zu unserem Hotel.

Glücklicherweise sahen wir dort direkt daneben gleich das Parkhaus, in welchen wir uns einen Platz suchten. Da wir noch keine genaue Ahnung hatten, wie die Zahlung abgerechnet wird, gingen wir zunächst ins Hotel. Hier sagte man uns, dass wir direkt am Parkautomaten zahlen und dies auch gleich machen müssen. So waren wir nach wenigen Minuten wieder bei unserem Auto – und? Ja, wie man wohl an meiner Erzählweise erahnen kann, erwartete uns bereits ein Strafzettel. 760 NOK Strafe dafür, dass wir fünf Minuten ohne Parkticket dastanden. Frechheit, wir mussten uns so aufregen und haben die nächsten Stunden stets debattiert, ob wir diese rund 8 Euro bezahlen sollten.

Einigen von euch fällt sicher bereits hier unser Fehler auf, alle anderen können sich weiter unten überraschen lassen.

Los auf Entdeckungstour durch Oslo

Wir wollten uns jedoch nicht komplett die Laune versauen lassen und machten die erste Besichtigungstour in die Stadtmitte.

Dort wurde unsere Stimmung auf die skurrilste Weise aufgehellt.

An einem langen Brunnen kam uns ein nackter Mann mehr oder weniger entgegen gelaufen und sprang ins Wasser. Sein Style-Vorbild war eindeutig Jesus! Die Menschenmenge war natürlich gleich riesig und alle lachten. Allerdings hielt das Vergnügen – Bilder erspare ich euch trotzdem – nur ungefähr eine halbe Minute an, weil bereits die Polizei vor Ort war und Jagd auf den Nackedei machte. Dieser lief zunächst noch davon, gab aber leider extrem schnell auf. Die Menge applaudierte – die zwei jungen (und hübschen) Polizisten verdrehten nur genervt die Augen. Wirkte ein bisschen so, als ob ihnen das hier öfter passiert.

Oslo


Oslo

 

Oslo

 

Oslo

An unserem zweiten Tag machten wir dann ein etwas ausgedehnteres Sightseeing durch Oslo, aber in einem ziemlich relaxten Tempo. Nachdem wir zur Oper schlenderten, verweilten wir ziemlich lange entlang der Festung Akershus und anschließend am Hafen. Am Wasser ist es halt wirklich am schönsten. Als wir später zum Königlichen Schloss kamen, war gerade die Wachablösung im Gange. Hier muss ich sagen, dass ich derartige Abläufe bereits des Öfteren in anderen Ländern gesehen habe und mich diese irgendwie schon faszinieren, aber andererseits auch wenig begeistern. Ich verstehe wohl den Sinn in der heutigen Zeit nicht dahinter – mal abgesehen von dem Show-Effekt.

Allerdings ist der Park um das Schloss perfekt für eine Pause geeignet – Empfehlung!

Oslo

Oslo

Oslo

Oslo

Oslo

Oslo

Wie war das noch mit dem Strafzettel, liebes Oslo?

Jetzt kommen wir nochmal zu unserem 8 Euro-Strafzettel zurück. Da der Plan ist, die restliche Norwegenreise von unserem vorhandenen Proviant zu leben, haben wir uns nochmal ein ordentliches Abendessen beim Hard Rock Café in Oslo gegönnt. Während ich in meinen leckeren Quinoa-Burger beiße, hat meine Freundin plötzlich den Geistesblitz: Der Strafzettel war doch über 760 NOK? Dann sind das ja keine 8 Euro, sondern um die 81 Euro! Glaubt mir, so tief sank meine Kinnlade schon lange nicht mehr.

Wie blöd konnte ich sein, dass ich mich da um eine Null vertan habe? Und wie können wir für fünf Minuten parken 81 Euro Strafe zahlen? Tja, letztendlich haben wir sämtliche Möglichkeiten durchdacht, da irgendwie rauszukommen, aber da wir ja dann auch ein Parkticket gelöst haben, kostete uns in Oslo das Parken unseres Autos für zwei Tage insgesamt 130 Euro!

Das nenne ich mal gut verdient, liebe Stadt Oslo! Respekt, sowas hätte ich auch gern drauf!

Gelernt haben wir auch wieder etwas. Von nun an bleibt immer einer beim Auto, wenn die anderen ins Hotel gehen um nach Informationen zu fragen.

Oslo

So schön Oslo auch sein mag, aber nach unseren Tagen in Kopenhagen, muss es nun einem Vergleich standhalten…

 

Wie schneidet Oslo im Vergleich ab?

…und da zieht es für mich eindeutig den Kürzeren. Natürlich ist Oslo eine etwas größere Stadt mit mehr Einwohnern, aber Kopenhagen hat allgemein mehr Charme, es wirkt sicherer und auch sauberer. Und so glänzte Kopenhagen mit einer 1*. Oslo hat dennoch definitiv auch seine Vorzüge und bietet kulturell einige Möglichkeiten, aber auch zum Entspannen nette Ecken.

Jetzt freu ich mich erstmal raus aus der Stadt und ab zu den Fjorden zu können – und davon berichte ich euch natürlich auch <3

Tragt euch doch ein um mir per Mail zu folgen oder guckt auf Facebook und Instagram vorbei – da teile ich regelmäßig die aktuellsten Bilder mit euch 🙂
Oslo

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