Meet the locals: 5 Blogger teilen ihre eindrucksvollsten Erlebnisse

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich etwas ganz Besonders für euch! Fünf bzw. eigentlich sechs tolle und viel reisende Menschen erzählen etwas über ihre eindrucksvollste Begegnung mit Einheimischen!

Ich wünsche euch viel Spaß bei den wahnsinnig interessanten Erzählungen!

Vielen lieben Dank nochmal an Julia, Sebastian, Celinne, Annika, Jenny und Sebastian, dass ihr euch Zeit genommen habt um auf Ella Happylicious eure Erfahrung zu teilen!


 

Mit Julia von Globusliebe in Mumbai

Julia von Globusliebe ist definitiv eine meiner Favoriten unter den deutschen Reiseblogger/innen. Sie ist so herrlich frisch, sympathisch und bezeichnet sich selbst als „Weltreisende mit Hippieherz“ – genau mein Ding. Und deines vielleicht auch? Auf Globusliebe bekommen wir nicht nur tolle Reisebericht aus aller Welt (Weltreisende eben ;)) – sondern auch viele Tipps rund ums Reisen. Nicht zu vergessen natürlich diese traumhaften Bilder! Da ruft die Wanderlust!

globusliebe

 

Mein erster Besuch in Indien war nicht nur ein Kulturschock sowie eine völlige Reizüberflutung für die Sinne, sondern gleichzeitig eines meiner einprägsamsten Begegnungen mit Einheimischen, die ich je erlebt habe.

Während meine Freundin und ich mitten in Mumbai mit einem aufgebrachten Taxifahrer über das Ziel und den Preis einer Fahrt diskutierten, kam unser „Retter“ mit einer gelassenen Ausstrahlung auf uns zu, als wäre er der Dalai Lama persönlich.

Wenig später saßen wir in seinem Auto und er bot uns an, uns mit zu sich und seiner Familie nach Hause zu nehmen. Dort wurden wir von seiner Frau bekocht, als wären wir jahrelange Freunde, dabei kannten wir uns erst seit wenigen Stunden.

Wir fanden heraus, und das ist für mich eines der spannendsten Punkte an dieser Geschichte, dass der Mann ein Cousin von Deepak Chopra, einem weltbekannten Buchautor und Meditationslehrer ist, dessen Bücher ich liebe und jedem Menschen auf dieser Welt ans Herz legen möchte.

Wir verbrachten einen unbeschreiblichen Nachmittag mit dieser Familie in Mumbai und es kam mir vor, als wäre diese Begegnung eine Fügung des Schicksals gewesen. Die Herzlichkeit, die diese Menschen ausstrahlten und die Wärme, die sie uns so bedingungslos entgegenbrachten, sind für mich die Hauptgründe, warum ich immer wieder in die weite Welt hinausziehen und fremden Kulturen begegnen möchte.

Es sind die Erlebnisse, die das Reisen so wertvoll machen! Die ganze Story gibt es hier nachzulesen: www.globusliebe.com/mumbai

globusliebe

 

 

Sebastian von Off the Path nimmt uns mit nach Australien

Den meisten von euch brauche ich wohl nicht erklären, weroffthepath Sebastian Canaves ist.

Sebastian gehört zu den erfolgreichsten Bloggern im deutschsprachigen Raum! Sein zweisprachiger Blog „Off the Path“ ist die Quelle für Tipps zu coolen Roadtrips und vor allem ganz wichtig: Abenteuern und Action. Nicht umsonst das Motto „Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer“ unter dem Hashtag „ChooseAdventures“.

Als digitaler Nomade ist Sebastian viel in der Welt unterwegs und hat auch bereits einige Bücher und eBooks veröffentlicht. Nicht nur für Abenteuerfans, sondern für alle auf der Suche nach Inspiration zu empfehlen!
Ich habe 2010 mein erstes Weihnachten ohne meine Familie in Australien verbracht.

Ich hatte über Studienfreunde eine Familie kennengelernt, die mich und eine Freundin, wir ihre eigene Familie aufgenommen hatte, obwohl wir uns nur 2 Tage kannten, und uns eingeladen hatten Weihnachten mit ihnen zu verbringen.

Wir haben früh morgens am 25ten ein BBQ gemacht mit 30 Personen, viel gegessen und getrunken und einfach eine tolle Zeit gehabt. Am Abend meinte ein Familienmitglied, dass am 26ten perfektes Wetter wäre, um mit dem Boot rauszufahren und eventuell mit den Delfinen zu schwimmen.

Wir fanden es in unserem betrunkenen Zustand eine super Idee, nur hatte ich vergessen, dass ich am nächsten Tag nach Sydney fliegen musste und kein Geld hatte, um den Flug umzubuchen.

Daraufhin schmissen 30 Personen jeweils 10 Dollar zusammen und übergaben mir 300 Dollar, um meinen Flug umzubuchen. Am nächsten Tag gingen wir dann mit einem großen Kater mit wilden Delfinen schwimmen.

Das werde ich nie vergessen- typisch Australien!

offthepath

 

Celinne von The Nomad´s Oasis erzählt aus Indonesien

Celinne hat ihren Job gekündigt um zu reisen. Heutzutage nichts Besonderes, denkst du? Dann solltest du definitiv Celinne kennenlernen, denn Celine ist etwas Besonderes!

Was mich an Celinne und ihrer „The Nomad´s Oasis“ so fasziniert? Sie ist einfach so echt und bodenständig. Celinne versucht nicht irgendeinem Clicheé über stylische Reiseblogger nachzulaufen, welches Fotos mit sämtlichen berühmten Sehenswürdigkeiten und Blogbeiträge über „10 Dinge, die du in X tun solltest“  beinhaltet. Sie ist pausenlos auf der Suche nach echten realistischen Erfahrungen und nimmt uns mit auf dieser authentischen Reise! Nicht mit dem Trend zu gehen, war niemals so cool! Schau es dir selber an, unbedingt auch ihre Insta Stories! 😉

thenomadsoasis

 

Ich möchte eine ganz besondere Erfahrung von meiner Zeit in Jogjakarta erzählen, als ich in das Geheimnis eingeweiht wurde, die Zeit zu verlangsamen und dein Herz für das Universum zu öffnen. Die Javaner lassen sich einfach Zeit für alles: `Eile´ scheint es hier nicht zu geben.

Ein lokaler (Touristen-)Führer bat an, mir die Stadt zu zeigen, was letztendlich zu einem der meist erleuchtenden Erfahrungen führte, welche ich auf meiner ganzen Reise bisher hatte.

Einer unserer Stopps, brauchte uns zu einem Geschäft für Schattenpuppen, einer alten javanischen Tradition, die tausende von Jahren zurückgeht.  Als ich dort saß und etwas über die faszinierende Kunst der Herstellung von traditionellen Schattenpuppen lernte, unterhielt ich mich mit den lokalen Männern über die hiesige Kultur und Philosophie.

Ich erfuhr, dass die Javaner nicht gerne in Eile sind, da sie davon überzeugt sind, dass man um etwas richtig zu machen, sich auch genug Zeit dafür nehmen muss. Einer von ihnen meinte: „Wir dürfen Dinge nicht schnell erledigen, sondern müssen es mit Gefühl tun: Wenn wir der Zeit erlauben uns zu kontrollieren, kann nichts Gutes entstehen. Die Zeit kann uns zwar unter Druck setzen, aber wir dürfen dies nicht zulassen, wenn wir unser Leben genießen wollen.“

Ich wurde gerade in das indonesische Konzept von Rasa eingeführt, als mir ein weiser Puppenmacher den rätselhaften Ratschlag gab „dem Gefühl des Universums zu folgen“ um mir nicht immer zu viele Gedanken zu machen.

Rasa lässt sich grob als „Gefühl“ übersetzen, obwohl es gleichzeitig auch „Geschmack“ bedeutet. Und eigenartigerweise heißt Rasa in Sanskrit auch „Saft“. Als ich später einen meiner Gastgeber fragte, ob Rasa sich auf den Saft des Lebens bezieht, musste dieser lachen und antwortete: „es ist mehr die Essenz“.

Rasa ist das Gefühl. Es ist die Essenz, der Geschmack, der Saft. Es kann glücklich sein, traurig, gut oder schlecht. Rasa ist die unbeschreibliche innere Aufregung, die du fühlst, wenn du dich am Gipfel eines Berges befindest und das goldene Sonnenlicht zwischen den morgendlichen Nebel durchstrahlen siehst. Rasa ist diese einzigartige Liebe, die durchkommt, wenn ein völlig Fremder seinen kompletten Tag damit verbringt, dir die Gegend zu zeigen – nur weil er an deine Träume glaubt.

Das Heilmittel um dein Herz zu öffnen und die Zeit zu verlangsamen, so der Puppenmacher, ist deinen Verstand auszuschalten und das Universum zu fühlen. Rasa. Hör auf zu denken und lass diese Gefühlsstrahlen zu deinem Herz durchdringen.
Dieser Augenblick, indem ich von dem Puppenmacher in das Konzept von Rasa eingeweiht wurde, war definitiv meine eindrucksvollste Erfahrung mit den Menschen vor Ort.

thenomadsoasis

 

Jenny und Sebastian von 22places von ihrer Zeit in Myanmar

Kennst du Sebastian und Jenny schon? Falls du jetzt brav nickst, darfst du direkt weiterspringen zu ihrer Erzählung!  Für alle anderen, wird es höchste Zeit die zwei und ihren Blog 22places kennenzulernen!

Hier dreht sich alles ums Reisen, aber eins ist besonders: Jenny und Sebastian geben ihre Kameras praktisch nicht aus der Hand J Es warten traumhafte Bilder aus der ganzen Welt auf dich! Und sehr cool finde ich, dass auch Deutschland gut vertreten ist! Auf 22places findest du zudem auch tolle Tipps und Tricks zum Thema Fotografie und außerdem auch einen Online-Fotokurs! Aber: 22places ist nicht nur für Fotografen interessant, sondern vor allem auch für Träumer! Überzeugt euch selbst!

 22places

 

Begegnungen mit Einheimischen gehören am Ende einer Reise oft zu den einprägsamsten Momenten, an die wir uns auch Jahre später noch gut erinnern können. Wenn wir reisen, versuchen wir möglichst viel von der lokalen Kultur aufzusaugen und auch die Menschen im Land besser kennenzulernen.

Meistens ist das super interessant, aber manchmal haben diese Begegnungen auch einen faden Beigeschmack. So ging es uns auf unserer Myanmar-Reise.

In Myanmar gibt es im abgelegenen Chin-Staat im Nordwesten des Landes noch relativ abgelegene Dörfer, in denen die letzten Zeuginnen einer zum Glück nicht mehr praktizierten Tradition leben. Bis in die 1950er Jahre wurden die Mädchen der Chin, oft schon im Alter von 8 oder 9 Jahren, im Gesicht tätowiert. Warum das gemacht wurde, weiß heute keiner mehr so richtig, aber das ist ja oft so mit diesen Traditionen.

22places

Die heute betagten Damen werden mittlerweile als Touristenattraktion vermarktet. Wir wollten uns selbst ein Bild machen und sind in die Chin-Dörfer gefahren. Es war schrecklich: Die Frauen werden wie Zootiere den Touristen vorgeführt und wir haben uns mindesten genauso unwohl gefühlt wie die Frauen selbst. Zwar kommt durch die Touristen auch dringend benötigtes Geld in die Dörfer, aber auf diese Begegnung mit den Locals hätten wir im Nachhinein trotzdem gern verzichtet. Natürlich ist unsere Beschreibung jetzt ein bisschen überspitzt, sodass du dir das nun wahrscheinlich viel schlimmer vorstellst, als es ist. Tatsache ist: Besser wird es dort auch in Zukunft definitiv nicht werden und so möchten wir dich bitten, solltest du mal in der Ecke unterwegs sein, dich gegen den Besuch in ein Chin-Dorf zu entscheiden.

Ansonsten haben wir in Myanmar nur großartige Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht. Die Menschen in Myanmar sind einfach unglaublich freundlich und zuckersüß und wir haben uns wirklich als willkommene Gäste gefühlt. Das Lächeln der Einheimischen war richtig ansteckend und wir sind auch oft mit einem Strahlen durch die Gegend gelaufen.

Mehr Infos zu unserem Besuch in den Chin-Dörfern.

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Annika von The Midnight Blue Elephant im kulinarischen Himmel in Marrakesch

Annika von The Midnight Blue Elephant ist eine extrem inspirierende Reisende und immer auf der Suche nach Abenteuer gepaart mit Luxus! Ihre Erlebnisse bringt sie mit einer herrlich authentischen Art und Weise rüber. Annika ist wie man so schön sagt, auf der ganzen Welt daheim – gerade verweilt sie beispielsweise im schönen Südafrika! Warum es auf ihrem Blog auch eine Kategorie namens „Foodie Heaven“ gibt, zeigt ihre Geschichte, die sie heute mit uns teilt.

midnightblueelephant

Meine liebste Möglichkeit einheimische Leute zu treffen, dreht sich ganz klar um das Essen. Ich liebe Unternehmungen wie Food Tours oder gemeinsame Abendessen. Es gibt bereits verschiedene Unternehmen, welche Aktivitäten anbieten, bei dem man einen Einblick in die lokale Küche und Lebensart bekommt – ideal um eine bedeutungsvolle und authentische Interaktion zu erleben und dabei lokales Essen zu genießen.

Was ich bei diesen organisierten Touren oder Food Events mag ist, dass du gewöhnlich Führer oder Gastgeber hast, die zumindest ein wenig Englisch sprechen. Selbst wenn ich manchmal sogar ein paar Wochen in einem Land bin, ist es nicht ausreichend um genug von der dortigen Sprache zu lernen um eine ansprechende Unterhaltung führen zu können. Unnötig zu erwähnen, dass es oft nötig ist, dieselbe Sprache zu sprechen um einen sinnvollen Austausch mit den Locals zu erfahren und die Kultur besser kennenzulernen.

Vor ein paar Jahren als ich in Marrakesch war, nahm ich bei Youssef von Marrakech Food Tours an einer privaten Dinner Tour durch die Medina teil. Ich kam währenddessen nicht nur in den Genuss von einigen der besten Gerichte der Stadt, sondern lernte viel über die Geschichte und die marokkanische Kultur, welche sich auch im Essen wiederfindet. Während unserer Unterhaltung stellt sich heraus dass Youssef´s Geschäftspartnerin und Ehefrau, Amanda, auch Travelbloggerin ist. Dadurch sind sie und ich auch in Kontakt gekommen und haben bei meinem letzten Aufenthalt in Marrakesch einige Mahlzeiten miteinander verbracht. Es scheint fast unvermeidlich, dass Essen Leute überall auf der Welt zusammenbringt – egal woher sie kommen.

midnightblueelephant


 

Alle Bilder in diesem Beitrag wurden von dem jeweiligen Blogger beigetragen. Das Profilbild stammt von meiner Reise in Ecuador 2012.

Die Erzählungen von Julia, Sebastian, Jenny und Sebastian sind im Original in deutscher Sprache, Celinne und Annika haben ihre Geschichte auf englisch geteilt (Übersetzungen jeweils durch mich)

4 Comments

  • the travelogue (by Anna & Vanessa) Mittwoch, der 4. Januar 2017 at 12:30

    Tolle Idee und ein wunderbarer Blogpost! Macht richtig Spaß die einzelnen Geschichten zu lesen und gibt einen tollen Einblick auch in die Kultur der Länder!
    Wir haben auf unserem Blog ebenfalls die Rubrik ‚Meet the locals‘, zwar ohne die Geschichten dahinter, aber mit tollen Eindrücken und Fotos. Es ist immer schön die Menschen vor Ort kennen lernen zu dürfen 🙂
    Lieben Gruß, Anna & Vanessa

    Reply
    • Ella Sonntag, der 8. Januar 2017 at 11:55

      Hallo Anna und Vanessa, danke für eure lieben Worte! Ich guck mir direkt nochmal eure „Meet the Locals“-Section an 🙂 – ich weiß, dass ich da schon mal einen Blick drauf geworfen hatte vor einiger Zeit! Liebe Grüße an euch, Ella

      Reply
  • Kathi Dienstag, der 28. März 2017 at 14:20

    Ich liebe es, solche Geschichten von authentischen Erfahrungen mit Locals zu machen und zu lesen. Ich finde es so schade, wenn Leute reisen, ohne überhaupt in Kontakt mit den Menschen vor Ort zu kommen. 🙂
    Liebe Grüße,
    Kathi

    Reply
    • Ella Dienstag, der 28. März 2017 at 18:26

      Hallo liebe Kathi, oh ja da hast du recht! Ich finde das ist ja genau der Sinn vom Reisen, neue Kulturen und Menschen kennenzulernen 🙂 Ich schicke dir ganz liebe Grüße!

      Reply

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