Spontan nach…Italien – Teil 1: When in Rome

Hallo ihr Lieben,

dass ich im Juli zwischen dem Ende meiner Festanstellung und meinem kurzen Aushilfsjob zwei Wochen frei haben würde, wusste ich schon länger, aber irgendwie konnte ich mich nicht so recht entscheiden wohin es gehen soll. Gerne wollte ich wieder mal nach Spanien um auch sprachlich wieder aktiver zu werden, aber mein Herz hat mich letztendlich doch nach Rom gezogen. Seit Jahren wollte ich schon gern dorthin, aber habe es bisher nie geschafft. Ein Grund dafür war oft, dass niemand Zeit hatte mitzukommen. Leider stand ich auch dieses Mal vor dem Problem, nur dass es dieses Mal gar kein solches darstellt, denn es war mir ohnehin klar: Ich flieg alleine. Warum immer auf andere warten? Ich war das letzte Mal vor drei Jahre solo unterwegs, unter anderem in Spanien durch mein Auslandssemester und noch in Vancouver und Seattle.

Endlich einmal nach Rom…

Bevor ich hier meine Lobeshymnen auf Rom singe (ja, diese kommen gleich auf euch zu ;)) muss ich doch zuerst mal kurz lästern. Wer schon öfters in Italien war, kennt ja die besondere Art der Italiener Auto, Roller, Bus, ach eigentlich alles zu fahren. Rom muss da natürlich als gutes (oder eher schlechtes) Beispiel vorangehen. Ich habe das Gefühl, dass man hier als Fußgänger täglich in Lebensgefahr ist. Ampel zählen nicht immer, Zebrastreifen zählen gar nichts. Um die Straße an einem eigentlich offiziellen Fußgängerüberweg zu wechseln gilt allein eine Regel: sich quasi vor das Auto schmeißen. Bei den mehrspurigen Straßen heißt das praktisch, man schmeißt sich vor das erste Auto, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass Bahn zwei und drei auch halten. Nein, auch hier geht der Kampf zur Überkreuzung der Straße weiter. Ich bin mir nicht sicher, ob ich von der Polizei dafür eine auf den Deckel bekommen kann, aber da es ja eh keinen Unterschied macht, geh ich jetzt einfach über die Straße wo ich will, auch wenn da kein Zebrastreifen ist. Die Gefahr ist ja ohnehin gleich. Welcome to the city jungle 😉 Apropos Polizei. Selbst wenn es nichts Neues für mich darstellt, finde ich es immer noch gewöhnungsbedürftig dass diese hier jeden einzelnen Beamten mit Maschinengewehren ausstattet.

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Vom Flughafen Fiumicino kommt ihr mit vier bis fünf Euro (je nach Unternehmen) am günstigsten mit dem Bus zum Hauptbahnhof Stazione Termini, allerdings nicht am schnellsten. Die Fahrt dauert rund 50 Minuten, wobei der Zug nur ca. 35 Minuten bräuchte, dafür aber 14 Euro kostet. Die teuerste, aber bequemste Variante ist wohl das Taxi mit ungefähr 50 Euro. Da ich ja keinen großen Stress hatte, habe ich mich für den Bus entschieden.

Da ich nicht gerade die beste Orientierung habe, habe ich am ersten Tag beschlossen einfach mal loszulaufen ohne großen Plan, nur mit einer dieser typischen Touristenkarten ausgestattet  (zur Sicherheit ;)). Wie sich herausgestellt hat, war dies die absolut richtige Entscheidung. Ohne Stress und locker kam ich ohnehin an jedem interessanten Punkt vorbei. Dauert bei mir aufgrund von ein paar Umwegen zwar öfters länger, aber ankommen tu ich immer.

Rom hat mich sofort in seinen Bann gezogen und total fasziniert.

Man kann fast in jeder Ecke etwas Anderes entdecken. Es ist zwar extrem viel los an Touristen, aber trotzdem versprüht es seinen Charme in hoher Manier.

 

Als typischer Tourist in Rom

Gleich morgens geht’s los am Quirinalspalast, Sitz des Präsidenten, vorbei zum frisch renovierten Trevi Brunnen, welcher gerade von den Münzen befreit wurde. Darüber könnt ihr mehr bei mir auf Instagram und Facebook erfahren. So bin ich einfach von Gasse zu Gasse spaziert. Leider ist die Scalinata di Trinità dei Monti, die berühmte spanische Treppe, zurzeit gesperrt. Der Ausblick von der Kirche Trinità dei Monti, welche sich direkt oberhalb befindet, ist jedoch unbezahlbar. Achtung,  wer sich die Kirche gern von innen angucken möchte, muss auf bedeckte Beine und Schultern achten (was ich natürlich wieder vergessen hatte, also: seid schlauer!) Folgt man der Straße bis zur Augustinerkirche Santa Maria del Popolo so liegt einem gefühlt ganz Rom zu Füßen. Ein toller Fernblick auf die Piazza del Popolo bis rüber zum Vatikan.

Trevi Fountain

View over Rome

Weiter ging es runter zum Kapitol, dem Campidoglio und dem Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. und über das Foro Romano zum Colosseum.  Irgendwann hatte ich so viele beeindruckende Gebäude und Brunnen gesehen, dass ich auch mit Hilfe der Karte keinen Überblick mehr hatte, was jetzt eigentlich was war. Ich muss gestehen, ich habe mich auch nicht sonderlich vorab informiert und vorbereitet, was es alles zu erkunden gibt. Falls ihr euch jedoch einen Eindruck bzw. Überblick holen wollt, werde ich euch definitiv am Ende dieses Berichts noch eine bildliche Zusammenführung mit all den Namen der Sehenswürdigkeiten liefern.

Ach ja, zwischendrin war ich nochmal beim Trevi Brunnen, weil ich ihn direkt nochmal sehen wollte, ohne dass irgendjemand drauf rumkraxelt um ihn zu putzen.

Nach stundenlangem Sightseeing war ich nicht nur mega erschöpft sondern auch meine Schuhe halb auseinander gefallen 🙂

Enttäuschung im Vatikan

Den nächsten Tag habe ich mir dann den ganzen Tag für den Vatikan reserviert. Oh, ups, zunächst bin ich aber wieder zum Trevi Brunnen (Überraschung), schließlich musste ich ja auch noch eine Münze reinschmeißen – ganz vorbildlich mit der rechten Hand über die linke Schulter, nur so funktioniert das. Auf dem Weg zur Vatikanstadt  habe ich noch Halt am Pantheon gemacht und mir auch das Innenleben gegönnt. Trotz der vielen Selfie-Sticks um mich rum, findet man sich in einer eindrucksvollen Atmosphäre wieder. Der Bonus für alle Low-Budgeter: Eintritt frei!

VaticanRom

Über die Piazza Navona, welche extrem zum Verweilen einlädt, ging es dann weiter zum Vatikan. Dieser bildet einen eigenen Staat innerhalb der Stadt Rom, also nicht als Stadtteil Roms abtun.

Hier bin ich wieder in die Falle getappt: zu hohe Erwartungen. Irgendwie hatte ich so eine surreale Vorstellung was mich im Vatikan erwartet, dass es nur schief gehen konnte. Vielleicht sollte ich mich im Blog auch mal mit dem Thema „Erwartungen“ beschäftigen, denn obwohl ich schon viel dazu gelernt habe, letztendlich erwischt es mich doch immer wieder. Der Vatikan mit dem Petersplatz ist definitiv einen Besuch wert, aber so sehr angesprochen, wie erhofft, hat es mich leider nicht. Ein Stückchen weiter kann man die Engelsburg besuchen, welche sowieso nicht zum übersehen ist. Der Eintritt zum Castel Sant´Angelo kostet mittlerweile zehn Euro.

Naja auf diesen Vatikan-Tiefschlag hab ich mir dann erstmal ein Eis geholt. Der optimale Stimmungsaufheller, eine Portion Gelati vorm Pantheon.

Wiederholungstäter am Trevi-Brunnen

Meinen letzten ganzen Tage habe ich genutzt um nochmal zu meinen Lieblingsplätzen in Rom zu schlendern. Dazu gehört definitiv der Trevi Brunnen und dem Monumento a Vittorio Emanuele II beim Piazza Venezia. Und ich gebe es zu, ein bisschen shoppen war ich auch. 😉

Rom gehört definitiv zu meinen Top 5 Städten in Europa. Die Suche nach einigermaßen gesundem Essen ist zwar ein wenig schwer, aber hier ein kleiner Tipp für euch: Auf der Via Venti Settembre gibt es einen Laden namens Vero, welcher eine super Auswahl hat (Via V. Settembre 26).

Gestern ging es dann  mit dem Bus in die Toskana nach Siena für eine Nacht und heute weiter nach Florenz. In Florenz war ich bereits einmal kurz für einen Tag, deshalb freu ich mich darauf, hier nochmal in Ruhe alles aufnehmen zu können. Zu meinem Aufenthalt in der Toskana berichte ich aber separat.

In Rom war ich übrigens fleißig am Filmen, damit sich mein Irland-Video auf YouTube nicht mehr so einsam fühlt.

Bis dahin alles Liebe und scrollt noch ein paar Millimeter runter, da kommt der super duper Foto-Sehenswürdigkeiten-Überblick-für-Dummys (wie mich ;)).

Eure Ella

Die Sehenswürdigkeiten von Rom im Überblick

Colosseum

 

Colosseum

Colosseum

 

Quirinale

Quirinale

Quirinale

Quirinale

Trevi Fountain

Trevi Fountain

National Monument Viktor Emanuele II

National Monument Viktor Emanuele II

Piazza della Repubblica

Piazza della Repubblica

Spanish Steps

Spanish Steps

Foro Romano

Foro Romano

Foro Romano

Foro Romano

Foro Romano

Foro Romano

Foro Traiano and di Augusto

Foro Traiano and di Augusto

Foro Traiano and di Augusto

Foro Traiano and di Augusto

Pantheon

Pantheon

Pantheon

Pantheon

Piazza Navona

Piazza Navona

Piazza Navona

Piazza Navona

Campidoglio

Campidoglio

Piazza del Popolo

Piazza del Popolo

Santa Maria Maggiore

Santa Maria Maggiore

Vatican

Vatican

Vatican

Vatican

Castle Sant´Angelo

Castle Sant´Angelo

Castle Sant´Angelo

Castle Sant´Angelo

2 Comments

  • Kasia Oberdorf Montag, der 18. Juli 2016 at 06:48

    Florenz ist wunderschön, man muss sich Zeit dafür nehmen. Vor allem abends, wenn auf den großen und kleinen Plätzen Musiker spielen und überall in der Dunkelheit sanfte Gitarrenklänge zu hören sind…

    Reply
    • Ella Montag, der 18. Juli 2016 at 16:19

      Da hast du Recht, liebe Kasia – Florenz ist echt wunderschön und sehr heiß zurzeit 😉 Liebe Grüße!

      Reply

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