Zwischen Fjorden, Wasserfällen und Bergen

Über 4.500 Kilometer waren wir unterwegs: Von Süddeutschland bis hoch nach Norwegen.

Bereits unser erster Stopp in Kopenhagen hat uns total glücklich gemacht, einfach eine entspannte und schöne Stadt. Dass diese Reise letztendlich anders enden würde wie geplant, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht…

Die Route unserer Reise durch Norwegen

Über unseren überteuerten Strafzettel in Oslo habe ich euch ja bereist erzählt, anschließend ging es weiter über die berühmte Straße, dem Trollstigen, nach Geiranger zum Fjord. Um hierhin zu kommen mussten wir mit  der Fähre von Linge nach Eidsdal übersetzen. Ich muss zugeben, dass ich gespannt war wie das Ganze abläuft, da ich bisher nur mit größeren Fähren gefahren bin. Da es hier in Norwegen logischerweise zum Alltag gehört, war es jedoch wenig überraschend, dass das Ganze problemlos und gut organisiert abläuft.

Kurz hinter Eidsdal kamen wir an einen unglaublich traumhaften See, der so klar war, dass sich einfach die komplette Umgebung darin spiegelte. Teilweise konnte man kaum fassen, dass das die Realität ist, weil man nicht mehr erkennen konnte, wo der See aufhört und der Berg anfängt.

Einfach magisch.

Dieses tolle Licht- und Reflektionsspiel durften wir auf unserem Roadtrip noch einige weitere Male bezeugen, aber mit diesem See bei Eidsdal konnte sich wenig messen.

Reflection Lake

 

Die Welt der Fjorde in Norwegen

In Geiranger hatten wir ein kleines Appartement direkt am Wasser mit tollem Ausblick. Naja, über den Ausblick lässt sich teilweise streiten. Der Geirangerfjord ist nämlich ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen, wovon täglich mindestens zwei von morgens bis abends vor Geiranger anliegen. Wenn man dann noch bedenkt, dass dieses kleine Örtchen nur rund 250 Einwohner und zusätzlich zu den Tagestouristen angeblich Betten für um die 5.000 Touristen hat, dann kommen mir schon viele Gedanken um nachhaltigen Tourismus in den Sinn. Vor allem auch bezüglich des Lärms, etc. welche die großen Schiffe hier hin bringen gegenübergestellt dem Nutzen und Einnahmen, die sie wohl real hinterlassen, bröckelt die Fassade ein wenig. Unterm Strich, muss ich jedoch auch sagen, dass ich ja letztendlich eine dieser Touristen bin. Schweres Thema, dass ich wohl an andere Stelle im Blog demnächst nochmal konkretisieren werde.

Geiranger

Geirangerfjord

 

Nichtsdestotrotz ist der Geirangerfjord natürlich traumhaft schön. Während einer Wanderung zum Storseterfossen konnten wir dies eindrucksvoll erleben. Ziemlich beeindruckend ist auch die Möglichkeit, hinter diesen Wasserfall zu gehen und die Macht des Wassers hautnah zu erfahren.

Geiranger

Geirangerfjord

 

Nach drei Tagen ging es weiter Richtung Sognefjord. Von hier kann ich leider nicht viel erzählen, da wir hier auf viel Regen trafen.

Fjorde

Fjord

 

Gamle Strynefjellsvegen: Die geheime Straße zwischen den Fjorden

Mein absoluter Tipp ist jedoch, auf dem Weg von Geiranger Richtung Süden unbedingt die Straße R258 Gamle Strynefjellsvegen zu nehmen. Diese wurde im 19. Jahrhundert ausschließlich per Hand erbaut und ist heute fast noch genauso vorzufinden. Sehr eindrucksvoll erwarten einem hier entlang der Schotterstraße ein Gletschersee nach dem anderen und eine ziemlich mystische Stimmung.

Diese Landschaft gehört definitiv zu meinen Highlights der ganzen Reise.

 

Gamle Strynefjellsvegen

Gamle Strynefjellsvegen

Gamle Strynefjellsvegen

Gamle Strynefjellsvegen

 

Von den Fjorden nach Bergen

In Bergen, der zweitgrößten Stadt des Landes, angekommen, mussten wir leider feststellen, dass wir unsere Reise aus diversen Gründen vorab beenden müssen. Das hieß leider auch, dass der Hardangerfjord und die Wanderung zum Preikestolen, auf welche ich mich sehr gefreut hatte, ausfallen werden. Im Nachhinein war dies jedoch trotzdem die richtige Entscheidung und laut Wetterbericht wäre dort sowieso Regen angesagt gewesen 😉 Bevor wir uns auf die lange Heimreise machten, genossen wir jedoch noch einen Tag im schönen Bergen.

Neben der Altstadt Brygge mit seinen einzigartigen Bauten, hat mich vor allem der Spaziergang durch die Gassen um die Johanneskirche begeistert. Ich bin ein eingefleischter Fan von Häusern mit bunten Fassaden und konnte mich kaum entscheiden, welche Farbkombination mein Favorit ist.

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen
Bergen Bergen

 

Auch wenn unser Roadtrip nicht exakt wie erhofft verlief, hatten wir eine sehr tolle Zeit in der atemberaubenden norwegischen Landschaft. Und ich bin mit 11,5 km meinen bisher längsten Tunnel selber gefahren 😉

Jetzt laufen erstmal die Vorbereitungen für Portugal in die Endrunde, da es morgen schon losgeht. Und nach den eher kalten Temperaturen in Norwegen, freue ich mich extrem auf ein wenig Strandzeit.

Was habt ihr noch so für Reisepläne für das restliche Jahr?

Bergen

 


Ich freue mich sehr über Feedback – ab damit in die Kommentare, ihr Lieben 🙂

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4 Comments

  • Christian | ChrisCat unterwegs Mittwoch, der 7. September 2016 at 15:34

    Sehr schöne Landschaft!

    Wir liebäugeln auch schon seit längerem mit einer Reise nach Skandinavien 🙂
    Lofoten oder vielleicht auch Schweden…Wird wohl als nächstes nach Südschweden für uns gehen mit Zwischenstopp in Kopenhagen auf dem Rückweg 🙂

    Reply
    • Ella Mittwoch, der 7. September 2016 at 17:29

      Definitiv Kopenhagen!! Einfach eine tolle Stadt mit super Flair 🙂 Ich war letztes Jahr auch in Stockholm, das kann da auch ganz gut mithalten 😉 Die Lofoten stehen auch noch auf meiner Liste! Viel Spaß euch zwei und liebe Grüße!

      Reply
  • Maria Mittwoch, der 7. September 2016 at 22:58

    Oh! Wow! Das sieht echt ganz toll aus. Skandinavien hat wohl sehr viel mehr zu bieten, als nur Stockholm und Oslo 😉 Tolle und inspirierende Bilder.
    Viele Grüße
    Maria

    Reply
    • Ella Sonntag, der 11. September 2016 at 22:38

      Vielen Dank, liebe Maria! Definitiv gibts da einiges zu sehen, aber Stockholm ist eine traumhafte Stadt – Oslo auch, aber Stockholm und Kopenhagen sind meine Favoriten 😊 Liebe Grüße

      Reply

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