Wie ich vor 7 Jahren in Australien fast draufging…

 

Was als ganz normaler Tag anfing, endete auf dem Rettungsboot der Küstenwache.

Es ist nun schon über sieben Jahre her, dass ich zusammen mit meiner besten Freundin Andrea das etwas andere Abenteuer Down Under hatte.

Es ist der 7. Januar 2009, Andreas’ Geburtstag, und wir sind mit dem Working Holiday Visa gerade in einem Hostel in Rainbow Beach an der Ostküste Australiens tätig.

Rainbow Beach

 

Zur Feier des Tages hat Andrea komplett freibekommen und ich zumindest bis abends. Zusammen mit unserer australischen Freundin Sam machen wir uns bereits früh morgens auf zum Angeln. Zum Angeln, fragt ihr euch? Ja, eine etwas seltsame Art Geburtstag zu feiern, aber Sam wollte uns unbedingt mitnehmen, und wir beide waren noch nie zuvor angeln. Naja und mal abgesehen davon, hat Rainbow Beach nicht so viele Auswahlmöglichkeiten 😉

Nachdem uns ein Kollege an unserem Startpunkt abgesetzt hat, machen wir uns zu Fuß auf Richtung Wasser, was ziemlich lange dauert, da gerade Ebbe ist.

Die Zeit vergeht rasend schnell – tut sie doch immer wenn man jede Menge Spaß hat.

Rainbow Beach

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Wir entdecken die interessantesten Tierchen, unzählbare Krabben und auch die coolsten Fische. Fangen tun wir letztendlich jedoch nur genau einen, der seinen Platz in unserem Eimer findet. Als wir schon eine Weile draußen sind, stellen wir plötzlich fest, dass hinter uns bereits die Flut reingezogen ist und wir mehr oder weniger am Rande einer Sandbank mitten im Ozean stehen. Noch gut gelaunt gehen wir entlang dieser durch einen kleinen Mangrovenwald zurück.

Doch, wo ist `zurück´?

 

Rainbow Beach

Das etwas andere Abenteuer in Australien

Die Sandbank ist plötzlich zu Ende und wir stehen wieder im Meer. In der Ferne sehen wir nichts. Keinen einzigen Orientierungspunkt. Wir laufen immer weiter, bis uns immer mehr bewusst wird, dass wir keine Ahnung haben wo wir sind und wo wir hinsollen. Die Ängste steigen auch mit fortschreitender Zeit.

Um uns rum schwimmen kleine Rochen.

Sam meint, wir müssen versuchen mit den Füßen auf den Boden zu schleifen um den Sand aufzuwirbeln und nicht aus Versehen auf einen Rochen zu steigen. Die zwei Deutschen haben natürlich schon die reinsten Horrorszenarien im Kopf ablaufen. Ein wenig entfernt, sehen wir ein Boot und wir brüllen so laut wir können. Obwohl wir überzeugt sind, dass uns die Fischer gesehen und gehört haben, ignorieren diese uns nur und fahren mit ihrem Schnellboot weiter.

Australien

 

Endlich, haben wir ein Funknetz gefunden und können mit dem einzigen Telefon, das wir dabei haben, Hilfe rufen. Wir rufen die Polizei und erklären ihnen was passiert sei und in welcher Region wir uns befinden. Genauere Angaben können wir ihnen logischerweise nicht geben, aber sie schicken jemanden los um uns zu suchen. Das Netz bricht wieder ab und wir wandern noch ein bisschen weiter um bei unseren Kollegen im Hostel anrufen zu können und Bescheid zu geben.

Mittlerweile ist es dunkel geworden und allmählich zieht die Panik auch bei der knallharten Australierin ein.

Rainbow Beach

 

Bleibt Australien unser letztes Abenteuer für IMMER?

Als wir in der Nähe plötzlich ein Licht sehen, holt Andrea ihre Kamera heraus und fotografiert drauf los. Mit dem Blitz will sie unsere Retter auf uns aufmerksam machen. Und siehe da es funktioniert! Nach stundenlangem Ausharren mitten im Ozean sind wir überglücklich auf das kleine Boot der Küstenwache klettern zu können und können kaum fassen, was aus diesem Tag wurde.

Rainbow Beach

Coast Gurad

Diesen Geburtstag wird Andrea und werde auch ich nie so schnell vergessen – die Blödheit siegte mal wieder 😉

Für einen letzten Schreck sorgte noch unsere Chefin, die ganz cool meinte, dass wir eh Glück hatten, dass uns kein Hai über den Weg schwamm.

Übrigens: Unser gefangener Fisch hat uns die ganze Zeit begleitet und endete als Abendessen für Sam 😉

Sollte ich noch erwähnen, dass dies mein erstes und LETZTES Mal beim Angeln war – da sagt noch einer das sei entspannend 😉

2 Comments

  • John Montag, der 24. Oktober 2016 at 21:13

    Awesome story 🙂
    Who new a relaxing days fishing could be so dangerous

    Love the blog

    Reply
    • Ella Dienstag, der 25. Oktober 2016 at 09:36

      Thank you so much, John! Means really a lot to me! And hey, who ate the fish???? 😉 All the best for you and your family!

      Reply

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